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ſchönert haben... Jetzt trug er keine Spuren mehr davon. Mit ihrer letzten längern„Liaiſon“, dem franzöſiſchen Attaché Grafen d'Azimont, hatte ſie dieſen ſie ganz allein erfüllenden Anregungen ihres Innern Lebewohl! geſagt und ſich überhaupt, in Rückſicht auf die kleinen Cirkel, einer muſterhaften Aufführung be⸗ fleißigt. Man muß geſtehen, daß ſie Urſache hatte, endlich etwas zu finden, was ſie ganz erfüllte. Sie hatte zu Vielem entſagt, um nicht Anſprüche auf die ſtärkſte und umfaſſendſte Befriedigung ihrer nach Thä⸗ tigkeit ſchmachtenden Seele zu haben. Das Verhältniß zu dem Maler Heinrichſon war jetzt ein letzter ſanfter Abendſchimmer der Vergangenheit. Dieſer junge, ſchöne, elegante Salonmaler beſuchte ſie täglich, aber ſie gefiel ſich darin, vor der Welt die Miene anzunehmen, als wenn er in ihr, der bald Sechzigjährigen, nur eine Mutter beſäße, eine ältere, rathende, anregende Freun⸗ din... Wie hätte ſie auch ſonſt von Heinrichſon's kleinen Aventüren ſprechen und oft zur Trompetta, zur Mäuſeburg, zur Werdeck, zur Landskrona, zur Spitz ſagen können: Ach, ich bin recht verſtimmt... Heinrich⸗ ſon hat ſo viel Unglück mit einer kleinen Blondine oder einer Brünette, die er liebt! Ich habe das Mädchen beſucht, ihr einen Shawl geſchenkt... oder einen Hut ... aber ſie liebt ihn nicht und macht mich unglücklich! 2*


