Teil eines Werkes 
3. Bd. (1852)
Entstehung
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14 mit eingekerkert und einen ſo vornehmen Herrn ge⸗ zwungen, die ganze Nacht in dieſer höchſt elenden und bejammernswürdigen Lage zuzubringen.

Pauline hielt beide Hände über die Stirn und rief halb im Zorn, halb doch von der komiſchen Si⸗ tuation ihres Gatten amüſirt, laut aus, ob denn ſo etwas möglich, nur denkbar und wirklich glaublich wäre!

Dann aber des ſicher bei dieſer Gelegenheit ver⸗ loren gegangenen Bildes gedenkend, rief ſie:

Was hatte er aber ſo ſpät in der Nacht in dem Wa⸗ gen zu ſchaffen! Der furchtſame Mann, der nicht allein des Abends oben auf ſein Zimmer gehen kann! Der Verſchlafene, der wie die Hühner nach Sonnenunter⸗ gang kein Auge mehr offen behält!

Ernſt, wie immer lebhaft, und an dieſe vertrau⸗ liche Art, über den Intendanten zu ſprechen, im Hauſe längſt gewöhnt, lachte und platzte mit den Worten heraus:

Nun, die Aeugelchen hat wol an dem Abend das Fräulein wach gehalten.

Das Fräulein?

Einem ſolchen Verrathe, der aus einer recht böſen Luſt zu ſchaden hervorging, aus einer abſichtlichen Reizung zum Unfrieden, mußten denn freilich jetzt die umſtändlichſten Geſtändniſſe folgen...

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