Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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rkennung von

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397 legen. Ah! Meine Schweſter! Meine Schweſter! Ah! Die weiß, wie man jetzt wirkt! Die lebt zurückgezo⸗ gen, eine Einſiedlerin! Sie ſtickt, ſie ſtrickt, ſie lieſt Pascal und Fenelon, ſie muſicirt Bach und Händel und ich ſchwöre, die Königin hat förmlich ein Gelüſt,

ſie einmal bei ihrer Windharfe zu ſehen und wäre

glücklich, ſie in dem alten Tannenparke von Tempel⸗ heide ſprechen zu dürfen!

Die Schweſter Paulinens iſt, wie wir wiſſen, Anna von Harder.... Beide, geborene Freiinnen von Mar⸗ ſchalk, leben ſchon ſeit Jahren in geſpannten Verhält⸗ niſſen. Es iſt Dies um ſo auffallender, als auch Beide gegenſeitige Schwägerinnen ſind: ſie heiratheten, freilich zu verſchiedenen Zeiten, zwei Brüder. Dennoch fand keine Beziehung zwiſchen ihnen ſtatt. Ob Anna von Harder wirklich ſo ein edles Weſen war, wie man nach der einſtimmigen Verehrung Derer, die bis⸗ her von ihr ſprachen, ſchließen ſollte, müſſen wir der künftigen Erzählung überlaſſen. Man kann nicht ſagen, daß ſich die Schweſtern haßten. Sie lebten nur nicht füreinander, ſie hielten ſich gegenſeitig für todt, und Anna von Harder pflegte, wenn man ſie darum fragte, ſeufzend und tief erſchüttert hinzuzufügen: O! Wir laben Urſache dazu!...

Paulinens Ehrgeiz war jetzt der, in einer merk⸗