Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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Anſprüchen der ſchönen Reſte einer jugendlichen Epoche noch keineswegs entſagt hatte, aber doch ſchon nach mancherlei Unterſtützungen des Einfluſſes greifen mußte, den ſie auf die Geſellſchaft ausüben wollte. Sie war lange zweifelhaft, ob ſie, um bedeutend zu bleiben und zu erſcheinen, mit den Empfindſamen gehen ſollte. Sie ſahe, daß dieſe Partei großen Einfluß hatte und auf den nicht mehr verheiratheten greiſen Landesfürſten Alles vermochte. Doch war die Maſchine des Staats damals ſo einfach, der Gang der Geſchäfte ſo trocken, die Politik ſo wenig anregend, daß es für guten Ton galt, ſich nicht um das Oeffentliche zu beküm⸗ mern und lieber für Italien, die Kunſt, die Literatur, die Dichter, die Virtuoſen und die ſtarken Gefühle zu ſchwärmen, als für die Welt und ihre nächſten Auf⸗ gaben. Pauline ſchlug ſich zur fröhlichen Partei, zu Denen, die ſogar am Schmerz eine eigene Freude hatten, durch unverſtandene Stimmungen ſich verſtänd⸗ lich machten und in der Zerriſſenheit ihre wahre Ein⸗ heit fanden. Sie hatte früher gemalt. Da aber die Malerei nicht aufregt und im Gegentheil große Ruhe bedingt, ſo ergriff ſie die Feder und warf in zwei Romanen, Amarantha und Nadasdi, eine Menge jener vulkaniſchen Stoffe aus ſich heraus, die ſie, wie ſo viele andere weibliche Naturen damaliger Zeit, ſo

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