merte ſich um nichts mehr, was rechts und links lag. Mit unwiderſtehlicher Macht nur trieb es ihn zu der großen Stadt hin, die ſchon zu ſeinen Füßen lag und der Schauplatz neuer Erlebniſſe werden ſollte.
Wie der Wagen die kleine tempelheider Anhöhe hinunterrollte und er zur Allee einlenken wollte, die an den Eiſenbahndurchſchnitt führte, hörte er daſſelbe melodiſche Geſäuſel wieder aus dem Schloſſe, das ihm noch von ſeiner Ausfahrt erinnerlich war. Er mußte ſtillhalten, ſo bewegte ihn der harmoniſche Lufthauch. Es war nächtliche Ruhe um ihn her. Im abgemäh⸗ ten Felde, auf der Wieſe zirpten nur die Grillen ſchon ihre Herbſtesvorahnungen. Die Kirche ſtand feierlich im Mondſcheinlichte. Die Bäume ſäuſelten und die Lüfte klangen von der Harfe zauberhaft belebt in weh⸗ müthigen Accorden. Es war ein ſanftes Moll, in dem die Windharfe geſtimmt unter den Tannen hing .. Ach, es war ein Accord, der die ganze Stim⸗ mung ſeiner eigenen Seele ausſprach. Zärtlich hof⸗ fend, aber tief wehmüthig....
Ja, ſagte er ſich, noch geſchehen Wunder! Noch helfen unſichtbare Geiſter an unſern Werken mit und das Schickſal iſt keine leere Fabel.
Anna von Harder, die Lenkerin der muſikaliſchen Akademieen, ſah er nicht.... Die Fenſter blieben ge⸗
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