Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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dauernd feſthalten! Wär' ich ein reicher Mann, trotz meines Bruders hiſtoriſchem Pinſel, nur Landſchaften gewänn' ich mir! Die andern Maler geben mir alle zu viel aus ſich und nur aus ſich, der Landſchafter giebt nur das, was ich brauche, um mich ſelber zu er⸗ freuen und mich mit ihm in gleiche aber freie Stimmung zu ſetzen. Auch ein Genrebild will, daß man gerade dieſen Moment und nur dieſen, den der Künſtler darſtellt, genießt. Bei jeder Verſchiebung der Gruppe hört das Bild ſchon auf, die Veranlaſſung gemalt zu werden, zu verdienen. Aber die Landſchaft, die bleibt ſich immer gleich! Der Beſchauende wech⸗ ſelt. Er wechſelt nicht in ſeinen Stimmungen, denn die ſei eine und dieſelbe durch jedes Landſchaftsbild, aber in ſeinen Gedanken, in ſeinen Betrachtungen, Anknüpfungen, Auslegungen. Könnt' ich dort den Waldesrand auf dem Berge ſo nun für ewig mit mir führen! Es wäre ein Gefühl damit verbunden, das mir immer und immer gleich bleiben würde. Das Pünktchen da oben am Bergrücken iſt faſt eine Kappe von dunklerm Grün, die der hellgrün geklei⸗ dete Berg ſich aufgeſetzt hat! Wie mag es unter dieſen Tannen da rauſchen, ſingen, flüſtern! Hätt' ich das nun immer ſo bei mir, könnt' ich's in einem Bilde ſo mit mir führen, wie gewiß wär' ich, daß 2*