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Alle ſchauten überraſcht auf, als ſie den wohlbe⸗
kannten Fußtritt vernahmen.
„Ha, was iſt los, Tom?⸗ fragte der Vater. „Du kömmſt heut' ein bischen früher, als ſonſt.“
„Es gab nichts mehr für mich zu thun, und ſo bin ich fortgegangen. Wie geht's, Mutter?“
Tom ging auf ſeine Mutter zu und küßte ſie— ein Zeichen, daß er ungewöhnlich guter Laune war. Im Lauf der letzten drei Wochen hatte er kaum einen Blick, geſchweige ein Wort mit Maggie gewechſelt; aber da er zu Haus meiſt ſich nicht mittheilſam be⸗ nahm, ſo war dies den Eltern nicht aufgefallen.
„Vater,“ ſagte Tom, nachdem ſie den Thee ein⸗ genommen hatten,„wißt Ihr genau, wie viel Geld in der Zinnbüchſe iſt?“
„Nur hundertunddreiundneunzig Pfund,“ verſetzte Mr. Tulliver.„Du haſt in der letzten Zeit wenig gebracht— aber junge Leute lieben es, über ihr Geld nach ihrem Gutdünken zur verfügen. Ich hielt es freilich nicht ſo, eh' ich volljährig war.“
Er ſprach dies mit etwasſ chüchterner Unzufriedenheit.
„Wißt Ihr auch gewiß, Vater, daß es dieſe Summe iſt?“ ſagte Tom.„Es wäre mir lieb, Ihr nähmet Euch die Mühe, die Büchſe herunter zu holen. Vielleicht habt Ihr Euch doch verzählt.“
„Wie ſollte ich mich verzählt haben?“ entgegnete der Vater in ſcharfem Tone.„Es iſt mir oft genug durch die Hände gegangen; doch kann ich es ja holen, wenn Du mir nicht glauben willſt.“
Es war immer ein angenehmes Zwiſchenereigniß in Mr. Tullivers düſterem Leben, wenn er die Zinn⸗ buͤchſe holen und das Geld zählen konnte.


