Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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ten konnte über dieſen Punkt mitzuſprechen,es iſt doch Jammerſchade daß die Synode dieß gethan hat, und wäre Dina meiner Anſicht geweſen, ſo wären wir von den Wesleyanern ausgetreten und hätten uns einer Geſellſchaft angeſchloſſen, welche der chriſtlichen Freiheit keine ſo engen Grenzen ſtellt.

Nein, Junge, nein, erklärte Adam;ſie hatte Recht und Du hatteſt Unrecht. Es gibt keine noch ſo weiſe Regel wodurch nicht der Eine oder Andere benachtheiligt würde. Die meiſten Frauenzimmer ſtiften mit ihrem Predigen mehr Schaden als Nuzen, ſie haben nicht Dina's Gabe und Geiſt, und weil Dina das einſah, ſo hat ſie es auch für Recht ge⸗ funden mit dem Beiſpiel der Unterwerfung voran⸗ zugehen, denn es hindert ſie ja Niemand da und dort auf andere Arten zu unterrichten. Und ich bin mit ihr einverſtanden und billige ihr Benehmen vollſtändig.

Seth ſchwieg. Dieß war ein ſtehender Streit⸗ punkt auf welchen man nur ſelten anſpielte, und da Dina ihn ſchnell zu beſeitigen wünſchte, ſo ſagte ſie:

Haſt Du dem Oberſten Donnithorne den Auf⸗ trag von Onkel und Tante ausgerichtet, Adam?

Ja, und er wird übermorgen mit Herrn Irwine auf dem Pachthof erſcheinen. Herr Irwine kam her⸗ ein während wir gerade davon ſprachen, und ver⸗ langte, der Oberſt ſolle morgen gar Niemand be⸗ ſuchen als Dich. Er meinte, und darin hat er auch ganz Recht, es würde ihm nicht gut thun wenn ſeine Gefühle durch vieles Beſuchemachen aufgeregt wür⸗ den. Wir müſſen Dich zuerſt wieder kräftig und