Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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ſagen? Die Schönheit hat einen Ausdruck der hoch über die Seele der einzelnen damit geſchmückten Frau hinausreicht, wie die Worte des Genius eine um⸗ faſſendere Bedeutung haben als der Gedanke der ſie eingegeben: es iſt mehr als Frauenliebe was uns in den Augen einer Frau bewegt— es ſcheint eine höhere mächtigere Liebe zu ſein die uns darin näher gekommen iſt und ſich ausgeſprochen hat; der rund⸗ liche Hals, der Arm mit Grübchen darin ergreifen uns durch etwas mehr als durch ihre hübſchen For⸗ men, ſie ergreifen uns durch ihre nahe Verwandt⸗ ſchaft mit Allem was wir an Liebe und Frieden gekannt haben. Die edelſte Natur ſieht von dieſem unperſönlichen Ausdruck der Schönheit am mei⸗ ſten(ich brauche nicht zu ſagen daß es Herrn mit gefärbten und mit ungefärbten Backenbärten gibt die gar nichts davon ſehen) und aus dieſem Grund iſt die edelſte Natur oft am blindeſten über den Cha⸗ racter der von ſolcher Schönheit umkleideten Frauen⸗ ſeele. Darum, fürchte ich, wird die Tragödie des menſchlichen Lebens wohl noch lange Zeit ſo fort ſpielen, troz der philoſophiſchen Doctoren die mit den beſten Recepten zur Vermeidung aller Mißgriffe ſtets bei der Hand ſind.

Unſer guter Adam hatte keine ſchönen Worte in die er ſein Gefühl für Hetty kleiden konnte; er ver⸗ mochte das Geheinniß nicht auf ſolche Art mit dem Schein von Wiſſen zu umhüllen; er nannte ſeine Liebe ganz offen ein Geheimniß, wie wir bereits aus ſeinem Mund vernommen haben. Er wußte bloß daß ihr Anblick und die Erinnerung ihn tief bewegte, daß die Quelle aller Liebe und Zärtlichkeit, alles