Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Er konnte Niemand leiden ſehen, und er liebte es wenn dankbare Augen ihm als dem Spender der Freude entgegenſtrahlten. In ſeinem ſiebten Jahre warf er einmal die Suppenſchüſſel eines alten Gärt⸗ ners um, bloß weil es ihm gerade in den Händen juckte Etwas umzuwerfen, und ohne zu bedenken daß es das Mittageſſen des Alten war; als er aber dieſe traurige Thatſache erfuhr, nahm er ſeinen beſten Bleiſtift und ein Meſſer mit ſilbernem Heft aus der Taſche und bot es als Erſaz. Derſelbe Arthur war er immer geweſen und hatte ſich ſtets bemüht Be⸗ leidigungen durch Wohlthaten in Vergeſſenholt zu bringen. Wenn etwas von Bitterkeit in ſeiner Natur war, ſo kam es nur dann zum Vorſchein, wenn Je⸗ mand alle Verſöhnung ausſchlug. Und vielleicht war jezt die Zeit gekommen wo dieſe Bitterkeit ſich zum Theil in ihm regen durfte. Im erſten Augenblick hatte er ſich tief betrübt und ſich ſchwere Vorwürfe gemacht, als er entdeckte daß Adams Glück auf ſei⸗ nen Beziehungen zu Hetty beruhte: hätte es irgend eine Möglichkeit gegeben Adam zehnfach zu entſchä⸗ digen, hätte er durch Geſchenke oder auf irgend eine andere Art Adams Zufriedenheit und Achtung als ſein Wohlthäter erkaufen können, Arthur würde es nicht nur ohne alles Zögern gethan, ſondern ſich da⸗ durch um ſo mehr zu Adam hingezogen gefühlt haben, und wäre zu immer neuen Entſchädigungen bereit geweſen. Aber Adam konnte keinen Erſaz empfan⸗ gen; ſein Leiden ließ ſich nicht wegſtreichen, ſeine Achtung und Liebe konnte nicht durch raſche Thaten der Sühne wieder erlangt werden. Er ſtand da wie ein unbewegliches Hinderniß gegen welches kein Druck