Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
Einzelbild herunterladen

luſtiges Schwazen und ſchallendes Gelächter hinter den Hecken hervor. Das fröhliche Geplauder der Heumacher und Heumacherinnen nimmt ſich in der Entfernung am beſten aus; gleich den plumpen Glocken der Kühe klingt es in der Nähe etwas grob und kann ſogar ziemlich in den Ohren krazen; aber aus der Ferne ſtimmt es recht angenehm zu den andern muntern Klängen der Natur. Die Muskeln der Menſchen bewegen ſich beſſer wenn ihre Seelen fröhliche Muſik machen, mag ihre Fröhlichkeit auch noch ſo armſelig und täppiſch ſein, ſo daß ſie mit der Munterkeit der Vögel gar nichts zu thun hat. Und vielleicht gibt es an einem Sommertag keine angenehmere Zeit als die wenn die Wärme der Sonne juſt über die Friſche des Morgens obzuſiegen beginnt, wenn noch ein Anhauch von Morgenkühle zurückgeblieben iſt, ſo daß der köſtliche Einfluß der Wärme nicht ermüdend wirkt. Der Grund warum Adam um dieſe Zeit über die Felder ging, war daß er für den übrigen Tag anderthalb Stunden vdn da auf einem Landhaus zu thun hatte das für den Sohn eines benachbarten Gutsherrn reparirt werden mußte, und er war ſchon ſeit dem frühen Morgen ſehr beſchäftigt geweſen, um Täfelwerk, Thüren und Kaminſtücke auf einen Wagen zu verpacken der ihm jezt vorausgefahren war, während Jonathan Burge ſich in eigener Perſon zu Pferd nach dem Plaz ver⸗ fügt hatte um die Ankunft des nöthigen Materials zu erwarten und die Arbeiter ins Geſchäft einzuleiten. Dieſer kleine Spaziergang war ein Ausruhen für Adam, und ohne es ſelbſt zu wiſſen, befand er ſich unter dem Zauber des Augenblicks. Es war