Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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und Gefühlen, während Herr Irwine die feierliche Abſolution und darauf das Vater Unſer vor ihren tauben Ohren ſprach! Der Täuſchung folgte der Aerger auf dem Fuß, und bald ſiegte dieſe Empfindung über die Muthmaßungen womit ihr kleiner Scharfſinn die Abweſenheit Arthurs zu er⸗ klären ſuchte, ſtets in der Vorausſezung, er habe wirklich kommen wollen, er wolle ſie wirklich wieder⸗ ſehen. Und als ſie ſich mechaniſch von ihren Knien erhob, weil alle Andern dasſelbe thaten, da hatte ſich die Farbe mit erhöhter Glut auf ihren Wangen wieder eingeſtellt, denn ſie entwarf jezt kleine zornige Reden an ſich ſelbſt, worin ſie ſagte daß ſie Arthur haſſe weil er ihr dieſen Schmerz bereite, und daß ſie ihn gern auch leiden ſähe. Während jedoch die⸗ ſer ſelbſtſüchtige Tumult in ihrer Seele vorging, waren ihre Augen auf das Gebetbuch geſenkt und ſahen mit ihren dunkeln Wimpern ſo lieblich aus wie nur je. Wenigſtens fand dieß Adam Bede, als er beim Aufſtehen eine Weile zu ihr hinüberſchaute. Aber ſeine Gedanken an Hetty machten ihn nicht taub für den Gottesdienſt; ſie vermiſchten ſich viel⸗ mehr mit all den andern tiefen Gefühlen die in Folge derſelben auf ihn eindrangen, wie ein gewiſſes Bewußtſein unſerer ganzen Vergangenheit und der unſerer Seele vorſchwebenden Zukunft ſich mit allen unſern Augenblicken tiefen Gefühles vermiſcht. Und für Adam war der Gottesdienſt der beſte Canal den er für ſeine aus Trauer, Sehnſucht und Ergebung gemiſchte Stimmung hätte finden können; ſein Wech⸗ ſel von flehentlichen Rufen um Hülfe mit Ausbrüchen von Glaubens⸗ und Dankesergüſſen, ſeine wieder⸗