Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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ſie mit ſchläfrigen Augen anſchaute.Ich mag dieſe Kuh gar nicht mehr anſehen, und ich ſage jezt was ich ſchon vor drei Wochen ſagte, je eher wir ſie los werden, um ſo beſſer iſts, denn die kleine gelbe Kuh da gibt nicht halb ſo viel Milch, aber noch einmal ſo viel Butter.

Du biſt ja gar nicht wie andere Weiber, ſagte Herr Poyſer,alle andern haben die Kurzhörner gern die ſo viel Milch geben. Chowne's Weib ver⸗ langt daß er gar keine andern mehr kaufen ſolle.

Was frage ich nach Chowne's Weib? Das iſt ein armſeliges zimperliches Ding und hat nicht mehr Grüze im Kopf als ein Spaz. Sie wäre im Stand einen großen Durchſchlag zu nehmen um ihr Schmalz durchzuſieben, und dann würde ſie ſich noch wundern daß die Fettklumpen hindurchfielen. Ich habe von ihr ſchon gar zu viel geſehen als daß ich wieder eine Magd aus ihrem Hauſe nehmen möchte; ſie iſt eine unordentliche Schlampe, und wenn man zu ihr hinein kommt, weiß man nie, iſt es Montag oder Freitag; das Weißzeug ſieht die ganze Woche gleich ſchwarz aus; ihr Käſe iſt im vorigen Jahr aufgegangen wie ein Laib Brod in einer zinnernen Schüſſel. Und dann ſagt ſie, das Wetter ſei Schuld, gerade wie wenn die Leute ſich auf den Kopf ſtellten und dann ſagten ihre Stiefel ſeien Schuld.

Nun, Chowne will die Sally kaufen; wir können ſie alſo los werden wenn Du willſt, ſagte Poyſer, der insgeheim auf das überlegene Rechnungstalent ſeiner Frau ſtolz war; in der That hatte er auf dem lezten Markt ſchon mehr als einmal mit ihrem geſunden Ur⸗ theil in dieſer Angelegenheit der Kurzhörner geprahlt.