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Dina ſchaute ihre Luſt von ihrem Fenſter aus;
ihr Zimmer lag im zweiten Stock des großen Hauſes,
und ſo hatte ſie eine große Ausſicht über die Felder.
Zwei Fuß unter dem Fenſter befand ſich in der dicken Mauer ein breiter Tritt wo Dina ihren Stuhl hin⸗
ſtellen konnte. Und nun war das Erſte was ſie beim Eintritt in ihr Zimmer that, daß ſie ſich in dieſen Stuhl ſezte und auf die friedlichen Gefilde hinausſchaute hinter welchen der Mond, juſt über den Ulmenreihen, groß emporſtieg. Am beſten gefiel
ihr das Weideland wo die Milchkühe lagen, und
dann die Wieſe wo das Gras halb abgemäht war und in ſilberglänzenden Halbkreiſen herumlag. Ihr Herz war ſo voll, denn ſie hatte jezt auf lange Zeit nur noch eine einzige Nacht wo ſie auf dieſe Gefilde hinausſchauen durfte, aber der Abſchied von dieſer bloßen Landſchaft allein wurde ihr nicht ſchwer, denn für ſie hatte das öde Snowfield eben ſo viel Reize: ſie dachte an die lieben Leute die ihrem Herzen in dieſer Gegend nahe gekommen waren und jezt für immer einen Plaz in ihrer liebenden Erinnerung ein⸗ nehmen ſollten. Sie dachte an all die Kämpfe und Mühen die ihnen auf ihrem weitern Lebenswege be⸗ vorſtänden, wenn ſie fern von ihnen wohnen und nicht wiſſen würde wie es ihnen ergehe, und der Druck dieſes Gedankens wurde bald ſo mächtig, daß ſie ſich an der nächtlichen Stille der mondbeglänzten Felder nicht mehr erfreuen konnte; ſie ſchloß ihre Augen um deſto ſtärker die Gegenwart einer tieferen und zärtlicheren Liebe und Sympathie zu empfinden als Erde und Himmel ihr entgegenathmeten. Das war häufig Dina's Art und Weiſe in der Einſamkeit
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