252
die lange Reihe von Roſenpappeln im Garten waren ihr nicht lieber als andere Blumen, vielleicht nicht einmal ſo lieb. Es war zum Erſtaunen wie wenig ihr daran zuü liegen ſchien ihrem Onkel, der ihr ein guter Vater geweſen, irgend eine Aufmerkſamkeit zu erweiſen: es fiel ihr beinahe niemals ein ihm zur rechten Zeit ungeheißen ſeine Pfeife zu reichen, außer wenn zufällig ein Beſuch da war der ſie beſſer ins Auge faſſen konnte, wenn ſie durch die Küche ging. Wie Jemand Leute von gewiſſen Jahren zärtlich
lieben könne, das konnte ſie gar nicht begreifen.
Und vollends dieſe langweiligen Kinder, Marty, Tommy und Totty, dieſe waren die wahre Qual ihres Lebens geweſen; ſie hatte ſich über ſie geärgert, wie über ſummende Inſecten die euch an einem heißen Tage quälen, wenn ihr Ruhe wünſchet. Marty, der älteſte, war ein Säugling geweſen als ſie zum erſtenmal auf den Pachthof kam; die vor ihm ge⸗ bornen Kinder waren geſtorben, und ſo hatte Hetty alle drei, eines ums andere, unter ihrer Obhut ge⸗ habt; ſie waren mit ihr auf die Wieſe hinausge⸗ watſchelt oder hatten an den Regentagen in den halbleeren Zimmern des großen alten Hauſes um ſie herum geſpielt. Die Jungen waren jezt ein wenig herangewachſen, aber Totty blieb noch immer die tägliche und ſtündliche Plage, ſchlimmer als alle andern, weil man viel mehr Umſtände mit ihr machen mußte. Das Kleidermachen und Flicken wollte kein Ende nehmen. Hetty würde es gerne gehört haben wenn man zu ihr geſagt hätte daß ſie nie wieder ein Kind ſehen ſolle; ſie waren ja ärger als die
garſtigen kleinen Lämmer welche der Schäfer in der
—,-—,„,,-,ͤ————o-—--r-——. O—j j+ S A
.


