Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
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gewandt, und unſer leztes Lieblingskind erſchreckt uns durch die Mienen und das Geberdenſpiel der Schwe⸗ ſter von welcher wir vor langen Jahren in Bitterkeit geſchieden ſind. Der Vater, dem wir unſer beſtes Erbtheil— den mechaniſchen Inſtinct, das ſcharfe Gefühl für Harmonie, die unbewußte Geſchicklichkeit der modellirenden Hand verdanken, verbittert uns das Leben und macht uns Schande durch ſeine täg⸗ lichen Verirrungen; die langverlorene Mutter, deren Geſicht wir im Spiegel zu ſehen beginnen, wenn unſere eigenen Runzeln kommen, quälte einſt unſere jungen Seelen mit ihren ängſtlichen Launen und ihrem unvernünftigen Eigenſinn.

Eine ſolche zärtliche und ängſtliche Mutterſtimme höret ihr wenn Lisbeth ſagt:

„Ci, ei, mein Junge, es iſt ſchon ſieben Uhr vor⸗ über; Du bleibſt doch immer am längſten. Jezt verlangt es Dich gewiß nach Deinem Abendeſſen. Wo iſt Seth? Gewiß iſt er wieder einer Predigt nachgelaufen.“

„Ja ja, Seth iſt bei nichts Böſem, Mutter, das darfſt Du glauben. Aber wo iſt der Vater?“ fragte Adam ſchnell, als er ans Haus trat und einen Blick auf die Stube zur Linken warf, die als Werkſtatt gebraucht wurde.„Hat er den Sarg für Tholer nicht gemacht? Da ſteht ja das Zeug noch gerade wie ich es heute früh verließ.“

„Den Sarg gemacht?“ verſezte Lisbeth, indem ſie unter beſtändigem Stricken ihrem Sohn folgte und ihn ſehr beſorgt anſah;„nein mein Junge, er iſt heute früͤh nach Treddleſton gegangen und noch nicht