Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Leben Jeſu, bei deſſen Niedrigkeit und Thaten der Barmherzigkeit ſie länger verweilte.

„Ihr ſehet alſo, geliebte Freunde,“ fuhr ſie fort, „Jeſus verbrachte beinahe ſeine ganze Zeit damit daß er den armen Leuten Gutes that; er predigte ihnen, gewann arme Arbeiter zu Freunden, belehrte ſie und gab ſich viele Mühe mit ihnen. Nicht als ob er nicht auch den Reichen Gutes erwieſen hätte, denn er war voll von Liebe für alle Menſchen, nur ſah er daß die Armen ſeiner Hilfe mehr be⸗ durften. So heilte er die Lahmen, die Kranken und Blinden, weil er ſich, wie er ſagte, um ſie be⸗ trübte; und er war ſehr gütig gegen die kleinen Kinder und tröſtete Diejenigen die ihre Freunde ver⸗ loren hatten, und er ſprach ſehr zärtlich zu allen Sündern die ihre Miſſethat bereuten.

„Ach würdet ihr einen ſolchen Mann nicht lieben wenn ihr ihn ſehen könntet,— wenn er hier in dieſem Dorfe wäre? Was für ein gütiges Herz er

haben muß, was für eine Freude es ſein muß ſich in der Noth an ihn zu wenden, wie liebreich er ſein muß von ihm unterwieſen zu werden!

„Nun, theure Freunde, wer war dieſer Mann? War er bloß ein guter Mann, ein ſehr guter Mann und ſonſt nichts weiter— wie unſer theurer Herr Wesley, der von uns genommen worden iſt? Er war der Sohn Gottes, ein Ebenbild des Vaters wie die Bibel ſagt; d. h. ganz gleich Gott welcher der Anfang und das Ende aller Dinge iſt, der Gott von welchem ihr zu wiſſen verlangt. So iſt denn alle die Liebe welche Jeſus den Armen erwies die⸗ ſelbe Liebe welche Gott für uns hegt. Wir können