Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Schwelle war ſo rein wie ein weißer Kieſel bei der Ebbe. Auf der Schwelle ſtand eine reinliche alte Frau in einem dunkelgeſtreiften, leinenen Rock, einem

rothen Halstuch und einer leinenen Müze. Sie

ſprach zu einigen geſprenkelten Geflügelſtücken, die ſich offenbar durch eine trügeriſche Ausſicht auf kalte

Kartoffeln hatten herziehen laſſen. Das Auge des alten Weibes ſchien etwas getrübt zu ſein, denn ſie erkannte Adam erſt als er zu ihr ſagte:

Hier iſt der Schlüſſel, Dolly; gebt ihn für mich im Hauſe ab, nicht wahr?

Ja gewiß, recht gern; aber wollt Ihr nicht hereinkommen, Adam? Jungfer Mary iſt daheim, und Meiſter Burge wird auch bald kommen; es wird ihm gewiß viel Freude machen Euch zum Abendeſſen zu behalten.

Nein, Dolly, ich danke; ich muß nach Haus, gute Nacht! 4

Adam eilte mit langen Schritten, Gyp dicht

hinter ihm, aus dem Holzhof die Straße entlang die vom Dorf ins Thal hinabführte. Am Fuße

des Abhangs machte ein ältlicher Reiter mit hinten

aufgebundenem Mantelſack Halt, als Adam an ihm

vorbeigegangen war, und ſandte noch einen langen

Blick dem ſtattlichen Arbeiter mit ſeiner papiernen

Mize, ſeinen ledernen Hoſen und ſeinen dunkelblauen wollenen Strümpfen nach.

Ohne alle Ahnung von der Bewunderung die er erregte, ging Adam jezt querfeldein und begann

mit lauter Stimme die Melodie welche ihm den ganzen Tag im Kopf herumgeſaust hatte