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„Frau de Geer, Ew. wiſſen wohl, wen ich meine, die in dem Hauſe auf dem Wiſde ſteeg wohnte, un⸗ ter uns, iſt verheirathet mit einem Manne, der, wie ſie das nennen, Stunden hält, und immer mit den ſo⸗ genannten Feinen umgeht; ſie nennen ihn Bruder Samuel und Frau de Geer, die auch fein geworden, lernte ihn in einer Stunde kennen, und dachte, es ſei der beſte und weichſte Mann, der lebe und daß er im Warmen ſitze.... Aber er hatte nichts und hat noch nichts, dazu kommt er oft betrunken nach Hauſe und wenn Frau de Geer noch etwas ſagt, ſo kann ſie auf einen Pack Prügel gefaßt ſein! Pfui, iſt das ein Mann!
„Ich hoffe im folgenden Monat Ihnen meine glückliche Niederkunft melden zu können. Dirk war ganz außer ſich vor Freude, als ich es ihm ſagte: wenn das Kind ein Knabe iſt, werde ich es Dirk Frank Adolf Eduard taufen laſſen, und wenn ein Mädchen dann Klara, wenigſtens wenn Ew. es gut heißen.
„Mehr Neuigkeiten weiß ich nicht, breche deßhalb ab und ſchließe mit den Komplimenten an Ihre ver⸗ ehrte Familie auch von meinem Mann und zeichne mich mit Achtung 3
Ew. Wohlgeboren Dienerin Henriette.
P. S. Sagen Sie dem Herrn Kolonel, wenn es Ihnen beliebt, daß Gijs der Dichter zu Leeu⸗ warde im Gefängniſſe ſitzt; Nancy hat mir geſagt, ich ſolle es ſchreiben. Dirk hat den Brief geleſen und wollte erſt nicht, daß ich ihn fort⸗ ſende, es ſchicke ſich ein ſolcher Brief nicht.... Aber er kennt Sie nicht ſo gut als ich.. nicht wahr Klara! Nun noch etwas. Den jungen Herrn Francois ſah ich dieſer Tage hier durch⸗ ſahren; er kannte mich natürlich nicht; er war in Geſellſchaft von zwei Damen, die prächtig


