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det, rein war ſeine Seele, unbefleckt ſein Herz, in dem alle Tugenden, die den Mann zieren, wohnten.— Guido war häßlich von Angeſicht, mit einer wahren Banditen⸗Mie⸗ ne, ſein Körper verwachſen, ſeine Seele ver⸗ krüppelt und ſein Herz der Wohnſitz aller La⸗ ſter.— Der alte Herzog ſtarb, Julius, als Erſtgeborner, war ſein Nachfolger, und deß⸗ wegen von Guido aus Geiz, Habſucht und Neid gehaßt, obgleich ihm Julius mit wah⸗ rer brüderlicher Liebe in Allem entgegenkam. Er hatte freiwillig Guido's Einkommen reich⸗ lich vermehrt, und ihm ein prächtiges Land⸗ gut zum Geſchenke gemacht.— Julius hei⸗ rathete die ſchöne, geiſtreiche Gräfin Pau⸗ line, die ebenfalls, obgleich die Sanftmuth und Güte ſelbſt, ein Gegenſtand von Gui⸗ do's Haſſe wurde, der ſich noch bei ihm auf's Höchſte mehrte, als Pauline eine Tochter gebar, die nun die Erbin des Her⸗ zogthums war, da die Mutter keine Hoffnung mehr hatte, noch Kinder zu erhalten.
Wie triumphirte daher Guido, als er die Nachricht erhielt, Laurette ſei ihren


