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in Mailand ein, und Denoi erhielt ſein
Ouartier i im Hauſe des Kaufmanns Gabelli.
Herr Gabelli war kinderlos und eine Nichte, Laurette Calderoni, beſorgte deſſen Haushaltung beſtens. Schön war Lau⸗ rette, und eine ſorgſame, zweckmäßige Er⸗ ziehung ihr geworden; ſo hatte ſie die Natur bei angebornem Verſtande und der Sorge ihres Vormundes reichlich ausgeſtattet, ob⸗ gleich das Glück ihr Reichthum verſagte und ſie völlig von der Güte des Herrn Gabelli lebte.
Charles Denoi hatte noch nie geliebt, aber bei dem Anblick Laurettens regte ſich dieſe Leidenſchaft in ſeinem Herzen, und als er das Mädchen näher kennen lernte, da be⸗ ſchloß er auch ihre Gegenliebe zu erringen, und ſie zu der Gefährtin ſeines Lebens zu machen. Er entdeckte ſich ihr, und Lau⸗ rette geſtand dem jungen, ſchönen, von Je⸗ dermann geliebten Manne, daß auch er ihr nicht gleichgültig ſei. Der heilige Bund der Liebe war geſchloſſen, und Herr Gabelli, dem das Glück ſeines Mündels am Herzen


