1
Des Schulmeiſter Willibalds Feierabend.
3
Dem alten Schulmeiſter Willibald war endlich auch ſeine Anna geſtorben; er hatte die geliebte Leiche rein und weiß ange⸗ zogen, hatte ſie neben ſein Bett auf Stroh in das ihre gelegt, und wie ſie ſo da lag mit dem alten, frommen und freundlichen Geſichte, war es immer, als ſchliefe ſie nur, und würde bald wieder aufwachen und in den bekannten, lieben Tönen zu ihm ſprechen; aber ſie blieb dem hoffenden Herzen ſtumm, und doch konnte ſich Willibald nicht von ihr trennen. Er ging oft hinaus in das enge Stübchen, in die Küche, in den kleinen Hof, aber überall war ihm ſo öde und bange, überall fehlte ſie ihm, und es zog ihn immer


