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Bedenken Sie, daß ich dabei hoffe, Sie wer⸗ den mir die Wahrheit ſagen.“
Röſſing, der durch die freundliche An⸗ rede wieder Muth gefaßt hat, entwirft ihm ein getreues Bild von ſeinen Umſtänden, und verſichert Herrn Fairland, daß er jeden
Augenblick ſeine Bücher vorzeigen wolle, die
das, was er geſagt habe, beweiſen können.
Verſchweigt auch dem Richter keineswegs,
daß ihn ein Geldvorſchuß völlig retten würde. „Ach!“⸗ ruft er aus,„könnte ich noch ein⸗
mal einen ſolchen Freund finden, wie
war, der mich ſo großmüthig aus dem
fängniß befreit hat, ſo ſollte es mir gewiß
gelingen, mein feindſeliges Schickſal zu über⸗ winden! Aber wie kann ich hoffen, daß der Himmel mir noch einmal einen ſolchen Wohl⸗ thäter finden läßt! Leider hat der Edle bis
auf dieſe Stunde mir verſagt, ihn kennen zu
lernen. Dieß iſt für mich das größte Un⸗ glück, daß er meinem Dank ſich entzieht.“
Auf Herrn Fairlands Geſicht zeigte ſich hier eine Rührung, doch ſuchte er leine Verwirrung zu verbergen.


