= Jetzt erſcheint die Stunde, wo Röſſings, Gattin und Kinder aus dem Gefängniß ſich begeben müſſen; der Gefangenwärter zeigt es ihnen an.
„Nein, wir wollen hier ſterben!“ rufen
ſie einſtimmig aus,„oder will man uns auch
dieſen ſchwachen Troſt in unſerm Elende ver⸗
ſagen? Nun denn! mögen ſie die Grauſam⸗
keit haben— ſie koͤnnen kommen und uns aus ſeinen Armen reiſſen— uns an ſeinem Halſe ermorden— der Tod iſt uns lieber, als das elende Leben, getrennt von unſerm Mker, von unſerm Ernährer zu ſeyn!“
Der Gefangenwärter beſtand mit aller Härte, die ihm ſein Beruf vorzuſchreiben ſchien, daß ſie fort ſollten; da erſchien eine Botſchaft, die Röſſing zu dem Vorſteher des Gefängniſſes berief. Ein neuer Stoff zu Furcht und Schrecken.—
„Sie ſind frei!“ ſagte der Vorſteher, „der Wechſel iſt bezahlt.“
„Er iſt frei!“ riefen die Kinder.„Mein Mann!“ liſpelte frendetrunken tiefathmend die getröſtete Gattin,„er iſt frei!”—„Durch


