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Erzählungen aus dem Jugendleben / nach Maria Edgeworth übers. von Rudolf Engel ... Hrsg. von Ernst Hold
Entstehung
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worauf ſie lag, ihr Sterbebett werden mußte, und dachte an das Schickſal ihrer Kinder, wenn ſie dahingeſchieden waͤre. Marie hielt ihr Naͤdchen an, denn ſie fuͤrchtete, das Geraͤuſch deſſelben haͤtte ihre Mutter geweckt, und wuͤrde ſie nicht wieder einſchlafen laſſen.

Halte das Naͤdchen meinetwegen nicht auf, liebe Marie, ſagte ihre Mutter: ich ſchlief nicht, und es iſt nicht dieß, was mich vom Schlafe abhaͤlt. Aber greife Dich nicht zu ſehr an, Marie.

O dafuͤr ſorget nicht, erwiderte Marie, ich bin geſund und ſtark.

Das war ich einſt auch, fuhr die Mutter fort.

Und das werdet Ihr hoffentlich wieder wer⸗ den, verſetzte Marie, wenn das ſchoͤne Wetter wieder kommt.

Das ſchoͤne Wetter kommt fuͤr mich nicht wieder, ſprach die Mutter: es waͤre Thorheit, Marie, wenn ich noch hoffen wollte aber das hoffe ich, daß Ihr Freunde und Hilfe finden werdet, Ihr armen Waiſen! Denn das werdet Ihr alle bald ſein. Und eins troͤſtet noch mein

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