dete die See— und aus dem dumpfen Rauſchen der Fluthen klang mir die verzweiflungsvolle Kunde ent⸗ gegen: Sie iſt todt!... Aber nein! Noch war es ja mög⸗ lich, daß die Verlorene zurückkehrte... Meine Seele jauchzte bei dieſem Gedanken zum Himmel auf, wie ein Elender, der auf dem Blutgerüſt begnadigt wird!... Noch konnte Alles vorüber gehen, wie ein ſchwerer, be⸗ ängſtigender Traum! Liebte ſie mich nicht? Mußte ſie mir nicht verzeihen, wenn ſie meine grenzenloſe Reue, meinen Jammer, meine Thränen ſah?
Da horch! Ein furchtbares Wehgeſchrei erſcholl durch die einſamen Räume des Hauſes. Ich erkannte die Stimme Giovanni's. Mehr bedurfte es nicht... Kein Zweifel— mein Schickſal war beſiegelt! Es über⸗ kam mich wie eine ungeheure Erſtarrung. In dumpfer Apathie kauerte ich mich auf das Sopha und wartete. Mochten ſie kommen und mir das Entſetzlichſte berich⸗ ten: ich war gefaßt— gefaßt wie ein Menſch, der nichts mehr zu hoffen und nichts mehr zu verlieren hat.
Nach wenigen Minuten öffnete ſich die Thür. Aleſſandro, der Oheim Margherita's, trat verſtörten Blickes auf mich zu. Der ſtarke Mann zitterte am ganzen Leibe.
Es war geſchehen... In Aleſſandro's Barke war ſie hinausgerudert in die offene See... Gott al⸗


