Margherita Recht gehabt... Er gab uns ohne Um⸗ ſtände ſeinen Segen. Schade nur, daß nicht alle frommen Wünſche in Erfüllung gehen!
Im Mai hatte ich mich verlobt: im Juli ſollte ich Margherita zum Altar führen. Die Friſt war nach landläufigen Begriffen kurz, aber mir und meiner ſchönen Braut immer noch viel zu lange. Mit uner⸗ müdlichem Eifer trafen wir die erforderlichen Vorbe⸗ reitungen. Ich war entſchloſſen mir in Torre del Greco eine Wohnung zu nehmen und mich definitiv am Fuße des Veſuvs anzuſiedeln. An Geld fehlte es nicht.
Ich fuhr mit Margherita nach Neapel und kaufte
Möbel, Weißzeug, Küchengeräthe, ſo viel ſie haben wollte. Schon vor Ende Mai war das Meiſte beſorgt; es erübrigten nur noch gewiſſe Formalitäten, zu deren Erledigung ich eines ſchönen Morgens allein nach der Hauptſtadt kutſchirte, während Margherita, von ſechs oder acht Freundinnen umringt, damit beſchäftigt war, ihr Brautkleid zu nähen.
Es war ein heißer, wolkenloſer Junitag, als ich ſo— wie ich hoffte, zum letzten Male als Junggeſelle! — durch die Thore der gewaltigen Metropole einfuhr. Margherita's Oheim hatte mir ſein Corricolo zur Ver⸗ fügung geſtellt— daſſelbe, in welchem ich zuerſt die Nichte erblickt hatte. Negra, die Maulthierſtute, trabte


