genug ebenfalls mit bedenklichen Blicken betrachtete. Allein man ehrte ſein finſtres Schweigen, und belaͤ⸗ ſtigte ihn den ganzen Abend mit keiner zudringlichen Frage.
Ohne etwas davon zu ſagen, ſchickte Weſtold
nach dem Dorfe, wo Haſtebecks Pferd geſtuͤrzt
war, mit dem dringenden Auftrage, alles moͤgliche fuͤr die Pflege und Herſtellung deſſelben zu thun, bis es ſich hinluͤnglich erholt habe, um heruͤber gefuͤhrt werden zu konnen. Doch der Bote kam mit Sattel und Zaum zuruͤck, und brachte die Nachricht, daß es todt ſey.— Das machte auf Weſtolds Ge⸗ muͤth einen ſehr lebhaften Eindruck. Im hoͤchſten Grade jammerte ihn das ungluͤckliche, zu Tode ge⸗ hetzte Thier; und doch konnte er Dem nicht zuͤr⸗ nen, der ſich ſolcher Unbarmherzigkeit ſchuldig ge⸗ macht hatte, weil die Groͤße dieſer Verſuͤndigung ihn nur auf die Groͤße des Unglücks hinwies, das den theuren Freund betroffen haben mußte.
Am folgenden Morgen ſtand Weſtold lange vor Sonnenaufgang auf; dennoch hoͤrte er, daß Haſtebeck ſchon in ſeinem Zimmer auf und ab⸗


