Das Schickſal nahm ihn beim Worte, denn nach wenigen Sekunden ſah er deutlich, daß der Kom⸗ mende wirklich Haſtebeck war; aber, anſtatt ſich zu freuen, erſchrak er bei dieſer uͤberraſchenden Ent⸗ deckung; und als er das verſtoͤrte, Unheil verkuͤn⸗ dende, Geſicht des Freundes gehoͤrig erkennen konn⸗ te, wurde er von einer Bangigkeit befallen, die ihn faſt ſprachlos machte.
Jetzt erblickte auch Haſtebeck den ſtaunenden Freund, und beſchleunigte noch ſeine raſchen Schrit⸗ te, um die Hand, welche ſich ihm entgegenſtreckte, moͤglichſt bald zu erreichen. Stumm ergriff er ſie jetzt, und druͤckte ſie mit leidenſchaftlicher Heftigkeit.
„Willkommen!“ ſagte Weſtold mit beklom⸗ mener Stimme—„Herzlich willkommen, lieber
Bruder!“
„Guten Abend, Weſtold!“ erwiederte Ha⸗ ſtebeck, und begann, in unruhiger Bewegung, wei⸗ ter vorwaͤrts zu ſchreiten..
Ihn aufhaltend, fragte Weſtold, mit einem
Blick auf Haſtebecks Sporen:„Du biſt doch
geritten? Wo haſt Du denn dein Pferd?“


