Teil eines Werkes 
1. Theil (1823)
Entstehung
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dies moͤglich waͤre, die menſchliche Freiheit dadurch aufs zweckloſeſte und haͤrteſte in ihrer heiligſten Ei⸗ genthuͤmlichkeit geſtoͤrt werden wuͤrde?

Ich denke, das verſteht ſich von ſelbſt! er⸗ wiederte Haſtebeck ganz arglos. Aber nun ſprang Weſtold raſch an das Ziel ſeiner Rede.

So ſey auch gerecht gegen Deinen, wie Du meinſt, etwas queerkoͤpfigen, Freund, mein lieber Haſtebeck! ſagte WeſtoldIch zaͤhle mich nicht zu den poetiſchen Naturen im hoͤheren und weiteren Sinne; aber etwas Aehnliches muß doch wohl bei manchen, mir eigenthuͤmlichen, beſtimmten Richtungen meines Sinnes, die Dir und tauſend andern braven, vernuͤnftigen Menſchen fremd blei⸗ ben, zum Grunde liegen. Goͤnne mir alſo ungeſtoͤrt meine hohe Anſicht von der Wuͤrde eines Prieſters des Herrn und Lehrers des Volks! Laß mir den ſchoͤnen Glauben, daß man nicht immer beim Volke die Perle vor die Saͤue wirft, ſondern, daß ein frommes Wort, wie ein gutes Saamenkorn, Fruͤch⸗ te bringen kann, die in die Uinendlichkeit hinausrei⸗ chen! Schilt mich nicht einen Narren, daß ich mich