Vaters, in einen foͤrmlichen Liebeshandel. Und da er nun erfuhr, daß man ſeinen Unterſchleifen auf dem Gute auf die Spur gekommen ſey, und daß er vielleicht durch einen Pachter verdraͤngt werden wuͤr⸗ de, baute er auf Lenchen den Plan, ſich in ſei⸗ ner Stelle zu behaupten, oder ſie wohl gar uͤber kurz oder lang mit der des Pachters zu vertauſchen. Er verſicherte Lenchen, daß das unfehlbar glücken wuͤrde, wenn ſie ſich nur entſchließen wollte, auf einige Zeit in die Dienſte der Graͤſin zu treten, und dabei immer huͤbſch freundlich gegen den Grafen zu thun.
Anfangs zuͤrnte Lenchen hieruͤber, als uͤber einen entehrenden Vorſchlag; aber der Schelm ließ ſich dadurch nicht abhalten, ihn zu wiederholen, und ihr das Gluͤck auszumahlen, wenn ſie, mit ſtaͤdtiſchem Putz geſchmuͤckt, und mit reichen Ge⸗ ſchenken des Grafen beladen, in kurzer Zeit zuruück⸗ kehrte, um als Frau Amtmaͤnnin von Aarhorſt zeitlebens mit Kutſche und Pferden einherzuſtolzieren. Dieſe lachenden Vorſtellungen, verbunden mit der Erinnerung an die außere Liebenswuürdigkeit und


