Teil eines Werkes 
2. Bdchen (1826)
Entstehung
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. 60 1 WrwrMen* * Alles war beendet. Ich warf mich in eine poſt⸗ Chaiſe, und fuhr ohne Aufenthalt nach Lorient, wo ich am andern Morgen das Fahrzeug beſties, pe ſhes uns Beide hierher gebracht hat.

Beſchlufß.

Es wurde mir ſchwer, Eduard's Abſicht zu ehren, und mein Wort, mit dem ich ihm verſprochen hatte, ihn nicht im Laufe dieſes Tages aufzuſuchen, zu hal⸗ ten. Selten erkennt die Freundſchaft ihre Unzuläng⸗ lichkeit, ſie wähnt tröſten zu können, und weiß nicht, daß der Unglückliche, den ſie liebend umfaßt und deſ⸗ ſen Leid ſie mitfühlt, nur ein des Gefühls und des Lebens beraubtes Schattenbild iſt. Jedoch berei⸗ tete ich dem Freunde Einen Troſt: ich konnte mit ihm von der Herzogin von Nevers ſprechen, ich kannte ſie und wußte, wie ſehr d die Liebe verdiente, welche ſie in ſeinem Herzen entzündet hatte. Die Nacht verbrachte ich im Nachdenken über Eduard's Schickſal, über das Verhängniß, deſſen Opfer er ge⸗ worden, uͤber das wunderliche Weſen der geſellſchaft⸗ lichen Rangordnung, uͤber dieſes nicht in der menſch⸗ lichen Natur begründete und doch von Menſchen er⸗ ſchaffene Unglück. Ich ſann auf Mittel, der Lage meines unglcklichen Freundes abzuhelfen, und muß geſiehen⸗ daß ſich mir kein wirkjames darbot.

Am andern Morgen ging ich, es war noch friih. auf Eduard's Zimmer, fand es aber verlaſſen. Auf