Teil eines Werkes 
1. Bdchen (1826)
Entstehung
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Er trieb mich ins Schauſpiel zu gehen, er wollte, daß ich alles Merkwürdige, das mich nur einiger⸗ maaßen anreizen könne, ſähe. Er befragte mich über das, was ich geſehen hatte, er unterhielt ſich mit mir wie ein Vater mit ſeinem Sohne, und mich zum Vertrauen zu ermuthigen, ſagte er mir, daß dieſe Unterhaltungen ihm Freude machen, daß er durch meine Bemerkungen und in meinen Anſichten ſich wieder verjüngt fühle.

Wenn auch der Herr v. Olonne nicht Miniſter war, ſo hatte er doch einen bedeutenden Wirkungs⸗ kreis. Als vertrauter Freund des Herzogs v. A. trauete man ihm größeren Einfluß zu, als er beſaß, und als er je willens geweſen war, ſich anzueignen. Aber die hohen Stellen, welche er bekleidete, ſetzten ihn in den Stand, wichtige Dienſte leiſten zu können. Er war Gouverneur der Guienne, und die ganze Provinz wendete ſich an ihn. Vormittags ſahe er eine Menge Menſchen bei ſich; vier Tage in der Woche hatte er zu ſeiner Correſpondenz beſtimmt, die ſehr ausgebreitet war. Er hielt zwei Secretärs, die in einem ſeiner Zimmer arbeiteten, ich mußte oft bei ihm in dem Cabinet bleiben, wo er ſelbſt ſchrieb. Er ſprach mir offen und ohne Rückhalt, von den Angelegenheiten, die ihn eben beſchaͤftigten; er ließ mir auch wohl einen Aufſatz über irgend ein ge⸗

heimes Geſchäft anfertigen, oder ich mußte No⸗

ten über ſolche Gegenſtände aufſetzen, die er keinem

Andern vertrauen wollte. Ich hätte ſehr undankbar

ſeyn müſſen, wenn ſolcher Vorzug mir nicht höchſt ſchmeichelhaft geweſen wäre. Ich wußte wohl, daß ich meinem Vater dieſe Güte des Marſchalls ver⸗