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hatte. Gleichguͤltig gegen die Außenwelt erwar⸗ tete der junge Mann weder Vergeltung noch Vortheil aus dem, was er Andern leiſtete; eine ſolche Fuͤgſamkeit aber, eine ſolche Selbſtverlaͤug⸗ nung als Erzeugniß des Ungluͤcks hat ungemein viel Nuͤhrendes, und floͤßt mehr Mitleid ein, als
die laute Klage.
Ich ſuchte mich dem Trauernden zu naͤhern, aber ohne Erfolg, wenn gleich das gemeinſame Schiffsleben an ſich, ſchon die Menſchen enger zuſammenruͤckt und eine gewiſſe Vertraulichkeit erzeugt.—
„Setzte ich mich zu ihm, oder redete ich ihn an, ſo beantwortete er meine Fragen; betraf das Geſpraͤch allgemeine Verhaͤltniſſe des geſelligen Lebens, ſo gieng er wohl darauf ein und ſprach manche ſinnige Bemerkung aus. Beruͤhrte ich aber Gegenſtaͤnde des innern Lebens, ſprach ich don der Macht der Leidenſchaften, von Seelenluſt und Seelenpein, und ich that es nicht ſelten in der Abſicht, des Leidenden Herz zu erſchließen, ſo ſtand er auf, brach das Geſpraͤch kurz ab, oder es ergoß ſich uͤber alle Zuͤge ſeines Geſichts eine ſo unendliche Wehmuth, daß ich ſelbſt abbrechen mußte.., e Jeder andere Menſch haͤtte mir vollkommen mit dem genuͤgt, was ich an dem Fremden bisher zu


