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Lord Lisle achtete nicht auf die ſich ſteigernden Gefah⸗ ren, welche ſein Leben bedrohten.
»Verhängniß! Verhängniß! Muß ich Suſannens Bru⸗ der umbringen!« murmelte er, indem er mit ſchmerzlichem, aber entſchloſſenem Blicke auf den Mörder von Lauſanne zu⸗ ging.
Plötzlich trat ihm die Verſchleierte in den Weg. Sie hatte ſich von ihrem Seſſel erhoben, als Fitzgerald ſich auf die Seite der Gegner Henry's ſtellte.
„Lucy,« ſagte er mit zitternder Stimme,»Lucy, laß mich den Mörder meines Vaters ſtrafen.— Dich werde ich ſpäter rächen.«
Er hatte noch nicht ausgeredet, ſo hörte er einen lauten Ruf und ſah Fitzgerald auf den Fußboden niederſtürzen.
Percy Kirke hatte ihm mit ſeinem Degen die Bruſt durchbohrt.
»Dieſe Züchtigung war nicht eure Sache Sir,“ ſagte Lord Henry Lisle in ſtrengem, ſtolzem Tone.»Nur, euer Blut⸗ durſt—«
„Ihr irrt Euch, Mylord,“ antwortete Kirke in ruhigem Tone.„Ich hatte auf dieſen Böſewicht eben ſo viel Recht als Ihr. Wenn er euern Vater ermordet hat, ſo hat er auch einen Brief, der mir den Tod bringen mußte, geſtohlen, um ihn dem König Jacob auszuliefern. Ich hätte ihn ſchon früher umgebracht, wenn ich gewußt hätte, daß er Suſannens Bru⸗ der iſt.«
Er unterbrach ſich, als er die Verſchleierte, deren Schluchzen wieder begonnen hatte, ſich auf Henry's Hand herabneigen und dieſelbe durch ihren Schleier hindurch küſ⸗ ſen ſah.


