144 men? Bin ich nicht dein Gatte? Nimm dieſen Schleier hin⸗ weg, Lucy; nimm ihn hinweg— es iſt eine Beleidigung für mich, ihn noch zu behalten, nachdem Du in meinen Armen geruht haſt.“
Ein furchtbarer Schrei entrang ſich Henry Lisle's Bruſt.
Er riß den Degen aus der Scheide, nahm einen Anlauf und würde ohne Zweifel die dünne Thür aus den Angeln ge⸗ ſprengt haben, als ſie ſich plötzlich von ſelbſt öffnete.
Percy Kirke erſchien auf der Schwelle mit dem Degen
in der Hand und Henry mit einem Lächeln betrachtend, in welchem ſich Haß und Siegesfreude miſchten.
„»Mylord,“« ſagte er,»ich erkannte an dieſem Schrei ſo⸗ fort Euch und ich öffne Euch. Tretet ein.«
Lord Lisle that einen Schritt in das ſchwach von zwei Kerzen beleuchtete Zimmer und ſah das Opfer des Soldaten von Tanger wie in ſich zuſammengeſunken in einem Lehnſtuhl ſitzen.
Das Haupt der Unglücklichen war mit einem ſchwarzen Schleier verhüllt, auf den ſie noch die Hände drückte.
Erſticktes Schluchzen hob ihren Buſen.
Sie ſchien von der Wucht der Schande und des Unglücks zermalmt zu werden. Als Henry den bewaffneten Percy Kirke vor ſich ſah, verbannte er alles Mitleid aus ſeinem
Herzen.
Er kreuzte die Arme, betrachtete ſeinen Feind mit ent⸗ ſetzlicher Ruhe und ſagte in einem Tone, deſſen tiefe Bewe⸗ gung durch den Willen beherrſcht ward.


