Teil eines Werkes 
[3. Bd.] (1859)
Entstehung
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hen und verſuchte mit ſeinen Blicken die ihn umgebende Fin⸗ ſterniß zu durchdringen.

Allmälig drang die feuchte Kälte dieſer Winternacht, die zwiſchen dieſen kalten Steinmauern noch eiſiger war, ihm bis in das innerſte Mark und raubte ihm den Reſt ſeiner Kräfte. Seine Seele brach ſo zu ſagen in ſich zuſammen..

Er fing an ſich zu fürchten. Den Kopf zwiſchen beide Hände nehmend, begann er zu ſchluchzen wie ein Weib. Nach einigen Augenblicken hörten ſeine Thränen jedoch auf zu flie⸗ ßen. Er ließ ſeine Hände ſinken und begonn wieder in die ſchwarze Nacht hineinzuſtieren.

Plötzlich ſchüttelte er den Kopf und machte die Geberde eines Menſchen, der ein widerliches Inſect von ſeinem Geſicht entfernt.

Und mit von Furcht halberſtickter Stimme rief er:

»Man hat mich ohne Licht gelaſſen und dennoch ſehe ich Dich, Reue! Welche entſetzliche Geſtalt nimmſt Du an! Mag ich dieſe Phantome verſcheuchen wie ich will, ſie kehren immer wieder zurück. Da ziehen ſie wieder an mir vorüber bleich blutig verſtümmelt in Stücke gehackt! Getödtet durch das Beil, den Strick, den Dolch, das Meſ⸗ er ſie kommen näher ſie bleiben ſtehen ſie ſehen mich an. Ha, wie ihre Augen in dieſer entſetzlichen Nacht funkeln! Was wollt Ihr von mir? Verbrecher, ich mußte Euch verurtheilen! Nicht ich war es, der Euch ſtrafte, ſon⸗ dern das Geſetz. Sie heulen Alle auf einmal: Du lügſt! Du lugſt! Charles Murray, Alice Lisle, nicht ich habe Euch ge⸗ tödtet, ſondern der Vollſtrecker des Geſetzes, Jack Ketch, die⸗ ſer nichtswürdige Henker! Aber ich kenne eure Namen