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„Euer gerechter Haß kann wielleicht befriedigt werden.“
„»Wie denn?“
„Dadurch, daß Ihr die Krone Jacobs auf das Haupt Wilhelms von Oranien ſetzet. Würdet Ihr eine Miſſion an den Statthalter annehmen?“
„Ich bin bereit dazu. Sprechet, was habe ich zu thun?«
„Folget mir— hier iſt der Palaſt— treten wir ein.«
„Wo gehen wir hin?«
„Zu der Prinzeſſin Anna, der zweiten Tochter des Kö⸗ nigs und jüngeren Schweſter der Prinzeſſin von Oranien.*
Kaum war Henry, dem Churchill voranſchritt, durch einen geheimen Gang in den Palaſt getreten, als Cornwell ganz außer Athem vor der Thüre anlangte, hinter welcher die zwei Verſchworenen verſchwunden waren.
„Hal« rief der Poet,„ich komme zu ſpät— nun muß ich warten, bis er wieder herauskommt. Ich werde, wenn es
ſeyn muß, die ganze Nacht hier wachen, aber ich werde ihn ſehen!«
Cornwell's Geduld und Eifer wurden nicht auf eine zu lange Probe geſtellt. Kaum war eine Stunde verfloſſen, ſo trat Henry wieder aus dem Palaſt heraus.
Der Poet erkannte ihn trotz der immer mehr zunehmen⸗ den Dunkelheit, ſprang mit einem Satze auf ihn zu und rief:
„»Miß Lucy lebt!«
„»Lucy lebt?«
„»Ja, ja, ja! Ich habe ſie ſo eben geſehen! Ach, Miß Suſanne und William ſind ſehr grauſam geweſen, daß ſie mir glauben machten, ſie ſey todt. Sie ſagen zu ihrer Entſchuldi⸗ gung, ſie hätten es gethan, weil ich ſie zwanzigmal in Gefahr gebracht hätte und auch diesmal ſicherlich Schuld an ihrem


