Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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»Du würdeſt Recht haben, wenn Kirke ein anderer Mann wäre aber in ſeiner tollkühnen Tapferkeit fürchtet er nicht, ſondern wünſcht ſogar, daß ich Miß Lucy's Schande beiwohne. Es liegt ihm daran, mir Trotz zu bieten und zu ſehen, ob ich ſie ihm aus den Händen reißen werde, ſobald er ſie einmal gepackt hat. Der Unglückliche! Gott ſelbſt macht ihn blind. Indem er ihn anreizt, ſo viel Uebermuth zu dieſem Haß zu ge⸗ ſellen, will Gott Lucy durch mich retten, Kirke ins Verderben ſtürzen und ſeine Grauſamkeiten durch meinen Degen ſtrafen.«

»Wißt Ihr auch gewiß, Mylord, daß Ihr es mit einem ſo offenen und redlichen Feinde zu thun habt, als wofür Ihr dieſen erklärt? Ich, wenn Ihr mir erlaubt es Euch zu ſagen, ich zweifle, daß er in einem gegebenen Augenblicke nicht ge⸗ wiſſe Mittel in Anwendung bringe«

»Nein, William, nein; ich bin deſſen, was ich da ſage, ge⸗ wiß. Percy Kirke hat mir ſelbſt geſagt, daß er den Kampf Mann gegen Mann und nicht als Chef gegen den Untergebe⸗ nen angenommen hat, und ich glaube an ſein Wort, weil ich an ſeinen Haß glaube.«

»Möge Gott Euch erhören, Mylord!«

»Biſt Du bereit, William, und können wir aufbrechen?«

»Ja, Mylord, ich habe Alles in Bereitſchaft geſetzt und wir können uns der Armee anſchließen, die ſich nun bald in Marſch ſetzen wird.«

Henry Lisle und der treue Diener verließen das Haus, welches ſie in Weſton Zoyland bewohnt hatten. Beide zu Pferde näherten ſie ſich der Heide von Sedgemoor, durch die Gaſſen des Dorfes hindurch, als ſie dem Obergeneral der königlichen Truppen begegneten.

»Ah, Mylord,« rief Percy Kirke ſofort,ich freue mich

Der Tiger von Tanger. VII. 4