41
früher dem großen Protector ergebenen Familien angehörte, und man hatte ihn ſeit der Schlacht auf dem Sedgemore oft bedauern hören, daß die Stadt, deren Miliz er comman⸗ dirte, von dem Schauplatz des Bürgerkrieges zu weit entfernt ſey, als daß die beſiegten und flüchtigen Rebellen hier eine Zuflucht ſuchten. Er hätte, wie er oft ſagte, ſehr gewünſcht, einige dieſer Elenden in den Händen zu haben, um ihnen eine ſchlimme Viertelſtunde zu bereiten.
Dieſer Mann verſtand ſich daher gleich auf das erſte Wort ganz vortrefflich mit Jeffreys.
»Ihr habt mich rufen laſſen, Mylord Oberrichter,« ſagte er zu Jeffreys, indem er ihn mit freundlichem Lächeln begrüßte.»Darf ich fragen, was mir dieſe Ehre verſchafft?«
»Ja, Sir,« antwortete Jeffreys in anmaßendem Tone, vich habe Euch rufen laſſen, um Euch zu ſagen, daß der Dienſt der Miliz hier mit beklagenswerther Nachläſſigkeit aus⸗ geübt wird. Ich ſehe nur zu gut ein, daß Se. Majeſtät ſehr weiſe gehandelt hat, die regulären Truppen gegen die Rebel⸗ len zu ſchicken. Hätte er ſich den Milizen der Grafſchaften an⸗ vertraut, ſo würde der Herzog von Monmouth, weit entfernt, den Kopf durch Henkershand zu verlieren, ohne Zweifel als Sieger gegen die Hauptſtadt marſchirt ſeyn.«
»Mylord,“« rief der kriegeriſche James Fraſer, indem er ſich aufrichtete,„Mylord, dieſe Vorwürfe weiſe ich mit Entrü⸗ ſtung zurück. Sie ſind—⸗
»Sie ſind verdient, Sir, denn es gibt Rebellen in Win⸗ cheſter.«
„»Rebellen in Wincheſter?« rief der alte Cavalier mit dem Blick und im Tone des höchſten Erſtaunens.
»Ja, Sir, Rebellen, die Ihr friedlich bei den Verrä⸗ thern wohnen laßt, die ihnen eine Zufluchtsſtätte gewähren.⸗


