Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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»Ich ſehe wohl, daß Ihr einen großen Kummer im Herzen tragt, lieber Freund; da ich aber die Urſache desſel⸗ ben nicht kenne, ſo kann ich Euch auch keinen Troſt bieten.

»Und wer verlangt denn das? Weiß ich vielleicht nicht, daß dieſe Schmerzen untröſtlich ſind?«

»Wohlan, da Ihr ſelbſt leidet, ſo habt auch Mitleid mit dem Schmerze Anderer. Ich fühle mich ſehr unglücklich, daß ich Sir Charles und ſeiner Tochter nicht meine Dienſte

anbieten kann. Saget mir, wo ſie ſind, damit ich mich ihnen zur Verfügung ſtelle.«

Winter ſah Cornwell aufmerkſam an, als ob er hätte errathen wollen, mit was für einer Menſchennatur er zu thun habe. Das Reſultat dieſer Muſterung ſchien unſerem Dichter nicht günſtig zu ſeyn, denn der alte Bauer nahm ihn beim Arme, führte ihn bis an die Schwelle ſeiner Thuͤr und ſagte:

Ihr wollt wiſſen, wo Sir Charles Murray und ſeine Tochter hingegangen ſind, nachdem ſie ſich entſchloſſen hatten, meine Wohnung zu verlaſſen?«

»Ja mein Freund, ich werde Euch ſehr dankbar ſeyn, wenn Ihr es mir ſagen wollt.«

Dieſe Straße haben ſie eingeſchlagen,« fuhr Winter fort, indem er mit der Hand nach Oſten zeigte;»ſie müſſen jetzt ſchon in Wincheſter ſeyn.

»Ah, alſo nach Wincheſter haben ſie ſich begeben?«

»Ja, nach Wincheſter, wie Ihr ſagt.«

Dann frage ich Euch nicht, bei wem ſie ein Aſyl zu ſuchen gegangen ſind. Ich kenne bereits den Ort ihrer Zu⸗ flucht, und gehe ſie dort aufzuſuchen. Lebt wohl, mein Freund!«.

»Lebt wohl, Herr; glückliche Reiſel« ſagt Winter, deſ⸗

ſen Geſicht beinahe einen heiteren Ausdruck angenommen hatte,