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»Ja, Mylord, ich komme um Abbitte zu thun und gleich⸗ zeitig wieder um das Amt zu bitten, welches ich, wenn man der öffentlichen Stimme glauben darf, mit einiger Auszeich⸗ nung bekleidet habe.«
»Ihr wißt alſo, daß Roſe in Newgate ſitzt?« fragte Jeffreys in gleichgiltigem Tone und indem er zugleich eine di⸗ recte Antwort vermied.
»Ja, Mylord, ich weiß es; aber ich wäre gekommen, wenn er ſich auch noch ſeiner vollen Freiheit erfreute.«
»Ich nehme den druck eurer Reue gern an, Meiſter Ketch. Ich lobe denſelben ſogar, weil ich gute Geſinnungen liebe, wenn ſie auch etwas ſpät kommen. Was die Wiederver⸗ leihung eures Amtes betrifft, ſo wißt Ihr wohl, daß—«
»Redet nicht aus, Mylord,« unterbrach ihn Jack Ketch, »redet nicht aus, ſondern habt die Güte mich noch einen Augen⸗ blick lang anzuhören. Ich habe das Vertrauen, daß das, was ich Euch zu ſagen habe, von einiger Bedeutung iſt, und ich wage zu hoffen, daß ich ſo glücklich ſeyn werde, Euch meine Meinung theilen zu machen.“«
»Nun ſo redet, Meiſter Ketch,« ſagte Jeffreys, indem er
mit der Miene eines Gelangweilten ſich in ſeinem Seſſel zurück⸗ lehnte,„aber faßt Euch kurz. Der Zeiger dieſer Uhr ſagt, daß ich Euch nur wenig Minuten zu ſchenken habe.«
»Ich bedarf deren auch nur wenige, Mylord, was mich jedoch nicht abhalten ſoll, ſparſam damit umzugehen. Ich be⸗ ginne alſo. Vielleicht würde ich niemals daran gedacht haben, wieder vor Euch, Mylord, den ich ſchweigend und in der Ferne bewunderte— Ihr ſehet, daß ich offen bin— zu erſcheinen, wenn nicht die ernſten Ereigniſſe eingetreten wären, welche in
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