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»Amen!« riefen gleichzeitig die tauſend Stimmen der Armee und des Volkes. Die Armee und Soldaten wußten, daß das Ende von Ferguſſon's Predigt das Signal zum Auf⸗ bruch ſeyn würde. Der Kreis löſte ſich daher ſofort auf. Die Truppen formirten ſich pelotonweiſe und begannen, von ihren Offizieren geführt, die Schloßwieſe zu verlaſſen, um nach dem Thore der Stadt zu marſchiren, welches Suſanne einige Stunden vorher paſſirt hatte. 4
Dieſe Bewegung konnte nicht mit vollkommener Ordnung ausgeführt werden. Alle aus der Umgegend von Bridgewater und den nahegelegenen Grafſchaften herbeigekommenen Frauen, die ihre Männer, Väter, Brüder und Söhne vor der Schlacht noch einmal ſehen und umarmen wollten, ſtürzten ſich in die Reihen, in welchen dieſe geliebten Perſonen marſchirten, und von dem Schloſſe bis an den Wall hönte man nichts als Schluchzen und Klagen, untermiſcht mit Ermahnungen, ſich tapfer zu halten, und Segenswünſchen.
Unter allen dieſen von dem Schmerz des Abſchieds er⸗ füllten Geſichtern zeigte ſich das von dem Scheine der Fackeln beleuchtete des Oberhauptes der Inſurrection den Blicken dieſer Menge, deren Abgott es war, ganz beſonders traurig und niedergeſchlagen. Selbſt die Kinder, welche ſich auf die Fuß⸗ ſpitzen hoben, um ihn vorüberreiten zu ſehen, bemerkten die⸗ ſen unruhigen, bekümmerten Ausdruck. Jeder Zuſchauer dachte über die Urſache davon nach und glaubte ſie errathen zu ha⸗ ben, wenn er ſie aus ſeinen eigenen Gedanken und Ahnun⸗ gen ſchöpfte.
»Sieh nur, Mutter,« ſagte ein junges Mädchen,„ſieh nur, wie traurig er iſt der gute Herzog— das Herz möchte einem brechen.«
»Das macht, weil das ſeinige ſo gut iſt, mein Kind. *


