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„Ha!“« fuhr die Irländerin triumphirend fort,»Ihr glaubtet, ich ſey von Sinnen und ſtandet ſchon im Begriff, einen Arzt herbeizurufen um mich ihm zur Cur zu übergeben. Wohlan, höret auf das, was Suſanne, die Wahnſinnige, noch hinzufügen wird. Dieſer Mann heißt nicht Robert, ſondern Roſe— Roſe, Henker von London. Befragt ihn ſelbſt und⸗ ſehet, ob er, ſo unverſchämt er auch iſt, wagen wird, ſeinen Namen und ſeinen Stand zu läugnen.“
Kirke warf einen kalten unverſöhnlichen Blick auf ſeinen angeblichen Reitknecht und ſagte mit vor Wuth zitternder Stimme:
„Iſt das wahr?“
„Ja, General,« entgegnete Roſe, denn es war wirklich⸗ unſer alter Bekannter von Newgate und Hydepark Corner.
„Das iſt noch nicht alles,« fuhr Suſanne fort.»Ihr glaubt, dieſer Menſch ſey Euch überlaſſen worden um eure Pferde zu putzen? Kennt Ihr denn nicht Jeffreys Geſchenke? Er iſt in eure Nähe gebracht worden, um eure Ehre auf im⸗ mer zu verdunkeln, denn er hat den Auftrag erhalten und angenommen, Lord Lisle, euren Adjutanten, Lord Lisle, euren Feind, zu ermorden.“
„Iſt das wahr?« fragte der General wieder mit dem⸗ ſelben Blick und in demſelben Tone.
„Ich habe meinem Patron, dem hochgeehrten Lord Jeffreys' gehorchen müſſen,« antwortete Roſe ruhig, ohne ſein hartnäckiges Lächeln abzulegen.
„»Beruhigt Euch, General! Seyd klug!“ ſagte die Ir⸗ länderin in leichtſpoͤttiſchem Tone,»Ihr begreift, daß, um Euch auf dieſe Weiſe zu trotzen, dieſer Elende der Strafloſigkeit ſicher ſeyn muß. Er weiß, daß ſein Herr und Gönner hinter
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