Teil eines Werkes 
[1. Band] (1858)
Entstehung
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wache wendete, in kurzem, bedeutſamem Tone hinzuſetzte,»Mor⸗ gen bei Tagesanbruch wirſt Du Dich bei mir melden.

»Ich werde kommen, mein General,« ſagte der Soldat, indem er ſich mit ruhiger, reſignirter Miene wieder auf ſeinen Poſten ſtellte.

Kirke ergriff hierauf Suſannens Hand und führte ſie in ſein Zelt.

»Ihr habt, wie Ihr ſagtet, mir die Ehre gerettet?« fragte er in lebhaftem Tone.Was bedeuten dieſe Worte? Iſt meine Ehre denn in Gefahr?

»Ja, General, und zwar in großer Gefahr.

»Erklärt Euch deutlicher, Suſanne. 3

»Ihr wiſſet, General, daß trotz des abgebrochenen Ver⸗ mälungsprojectes, welches zwiſchen Henry Lisle und Miß Lucy Murray beſtand, dieſe beiden jungen Leute einander immer noch mit tiefer und wechſelſeitiger Leidenſchaft lieben.

Ja, Suſanne, ich weiß es. Aber was hat meine Ehre mit der Geſchichte zu ſchaffen, welche Ihr mir da erzählt?«

Ihr werdet Euch auch erinnern, General, daß an dem⸗ ſelben Tage, wo eure bevorſtehende Vermälung mit der Ge⸗ liebten des Lord Lisle rückgängig ward, euer Nebenbuhler Euch in Whitehall forderte.«

Ob ich mich deſſen erinnere!« rief Kirke mit lauter Stimme;»ja wohl, ja wohl! Wir ſtanden im Begriff fort⸗ zugehen, um unſern Streit auszumachen, als der König uns Beide in ſein Cabinet rief und mir meinen Nebenbuhler zum Adjutanten gab.«

»Nun, ſeyd Ihr nicht auch überzeugt, daß Lord Lisle ſeinerſeits dieſen Zwang nur mit dem größten Widerwillen erträgt? Seyd Ihr nicht überzeugt, daß er in ſeiner innerſten