Teil eines Werkes 
[1. Band] (1858)
Entstehung
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wallerie ernannt worden, hatte einen vortrefflichen Grund, um die allgemeine Meinung nicht zu theilen. Er wußte im Voraus, daß ſeine Soldaten unfähig waren, nicht blos einen ernſten Anprall zurückzuſchlagen, ſondern ſich auch nur über⸗ haupt im Sattel zu halten. Dieſe Soldaten, zum größten Theil Feldarbeiter, hatten ſich bis jetzt nur ihrer Ackerpferde bedient. Mit den erſten Anfangsgründen der ſchulgerechten Reitkunſt unbekannt und ſchwerfällig bekleidet, bildeten ſie ein wahrhaft groteskes Ganzes, welches ſicherlich nicht im Stande war, den königlichen Truppen die Spitze zu bieten.

Der Schoͤtte Fletcher, Vicecommandant unter Lord Grey's Befehlen, hatte mit Recht den Ruf eines tapfern und geſchickten Anführers erworben. Weit mehr mit dem Kriege vertraut als die meiſten der Rebellen, war er der Meinung, daß man jetzt einen Kampf im offenen Felde nicht riskiren dürfe, ſondern hinter den Verſchanzungen bleiben müſſe, bis die Truppen beſſer geübt wären.

»Meiner Treu, Mylord,« ſagte er zu Lord Grey, nach⸗ dem die Berathung aufgehoben war,da weder Ihr noch ich unſerer Meinung haben Geltung verſchaffen können, ſo bleibt uns nichts weiter übrig, als uns der Majorität zu un⸗ terwerfen und ein Auskunftsmittel zu ſuchen, welches unſerer Cavallerie erlaubt, ihren guten Willen nutzbar zu machen.

»Das heißt aber nach dem Unmöglichen trachten, lieber Fleicher.«

»Nein, Mylord, denn ich glaube dieſes Auskunfts⸗ mittel bereits gefunden zu haben.

»Gebe Gott, daß Ihr Euch nicht täuſcht! Worin beſteht dieſes Mittel, Fletcher?«

»Es iſt ein ſehr einfaches, Mylord. Es würde ſich ganz einfach darum handeln, die Pferde abzuzäumen, wenn man