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mich zu erwarten. Ich werde vorerſt ſtracks nach Whitehall gehen.«
William entfernte ſich, um den ihm gegebenen Inſtruc⸗ tionen zu gehorchen, und Murray klingelte, nachdem er mit dem Ankleiden fertig war, ſeinem Diener und befahl ihm, ſeine Tochter zu rufen.
Nach wenigen Augenblicken bot Lucy in einem einfachen weißen Morgengewande ihre kindlich geneigte Stirn den Lip⸗ pen ihres Vaters dar.
Der alte Puritaner drückte einen Kuß darauf und ſagte, indem er ſich bemühte, ſeine düſteren Gedanken zu verhehlen:
„»Mein Kind, es iſt wahrſcheinlich, daß wir noch heute Morgen nach Taunton abreiſen. Mache Alles fertig, was wir zu dieſer Reiſe nöthig haben, da ſie aber geheim bleiben muß, ſo ſage den Dienern nichts davon.«
Murray lenkte ſeine Schritte nun nach der Straße. Seine Tochter folgte ihm, ohne ein Wort zu ſagen, ohne eine Frage an ihn zu richten, mit einem unruhig zärtlichen Blick, bis er die Thür hinter ſich geſchloſſen hatte.
Lucy's ganzes Leben, ſeitdem ſie in ihrem zwölften Jahre ihre Mutter verloren, war ein fortwährend ſüßes Bemühen geweſen, ihrem Vater zu gehorchen und zu gefallen. Man konnte ſagen, daß das Glück dieſes edlen Greiſes ihr ſtetes Trachten war, und der blinde Gehorſam, den ſie ſoeben bewie⸗ ſen, war nur eine der tauſend Conſequenzen des von ihr ſich ſelbſt aufgelegten Geſetzes, nicht blos ſeine leiſeſten Wünſche ſtets zu erfüllen, ſondern ihnen auch ſo viel als möglich zu⸗ vorzukommen.
Dennoch aber litt ſie nicht weniger lebhaft, wenn ſie an den gezwungenen Ausdruck des väterlichen Antlitzes dachte,


