Teil eines Werkes 
2Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 2. Th. (1858)
Entstehung
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XVI. Engel und Dämon. Ein ziemlich langes Schweigen folgte auf Chiffinch's

eilige Entfernung. Fitzgerald hatte ſo viel Dinge zu verſchwei⸗ gen und Suſanne ſo viel Fragen zu thun, daß beide ſich erſt

ſammeln mußten, ehe ſie die Unterredung begannen. Das junge

Mädchen war die Erſte, welche das Wort ergriff.

»Mein geliebter Fitzgerald,« ſagte ſie, indem ſie die Hände ihres Bruders in die ihren faßte,deine ſo unvermu⸗ thete Ankunft hat mich in ſolche Aufregung verſetzt, daß ich bis jetzt vergeſſen habe Dich nach James zu fragen. Ich hoffe, daß der gute Knabe ſich wohl befindet. Warum haſt Du ihn denn nicht mitgebracht? Ich ſehne mich ihn zu umarmen. Wo iſt er, wann werde ich ihn ſehen?«

Bei dieſer Frage, welche Suſanne mit einer Ruhe und Unbefangenheit that, welche bewies, wie weit ſie entfernt war, die ſtattgehabte Kataſtrophe, das blutige Drama zu ahnen, zuckte Fitzgerald zuſammen und bewahrte düſteres Schweigen. Obſchon er auf dieſe furchtbare Frage vorbereitet war, ſo machte ſie dennoch gewaltigen Eindruck auf ihn und raubte ihm alle Geiſtesgegenwart.

»Haſt Du mich nicht verſtanden, Bruder?« hob Su⸗ ſanne mit erwachender Unruhe wieder an.»Aber was fehlt Dir? Warun dieſe verſtörte Miene, dieſe düſtere Stirn? O,