entſetzt zurückträteſt! Sprich, ſprich, Fitzgerald, laß mich nicht in dieſer grauſamen Ungewißheit!«
»Suſanne,“ ſagte der Irländer in ernſtem Tone,„unſere geſchwiſterlichen Herzensergießungen bedürfen keiner Zeugen. Die Anweſenheit eines Fremden hat für mich etwas Beengen⸗ des. Und übrigens, Suſanne, weiß ich ja auch noch nicht, bei wem ich mich in dieſem Augenblicke befinde.«
»Bei wem Du Dich befindeſt, Fitzgerald? Bei wem an⸗ ders als bei mir? Doch ja, ich verſtehe dein Mißtrauen, ich errathe deinen Argwohn. Du kannſt Dir dieſes ſchöne Ge⸗ räth, dieſe koſtbaren Tapeten, dieſen Luxus, der mich umgibt, nicht erklären! O, Bruder, beruhige Dich. Deine Schweſter iſt nicht geſunken. Ich bin deiner Freundſchaft, deiner Liebe im⸗ mer noch würdig. Was dieſen Fremden betrifft, deſſen Gegen⸗ wart Dir unangenehm iſt, ſo iſt es Mr. Chiffinch, der erſte Page Sr. Maieſtät— Mr. Chiffinch, der Menſch, welcher von allen übrigen Menſchen der ganzen Welt am wenigſten Achtung verdient. Er gibt vor, mich bis zum Wahnſinn zu lieben— und dies könnte auch wahr ſeyn— aber ich ver⸗ achte ihn zu ſehr, als daß ich mich herablaſſen ſollte, ihn wie⸗ der zu lieben. Mr. Chiffinch, den Du hier ſiehſt, war früher, — es iſt noch gar nicht lange her— der Schrecken der Ehe⸗ männer und der Mütter. Auchbetrachtete ihn König Carl II. als ſeinen eifrigſten und nützlichſten Diener. Runzle daher nicht die Stirn, Fitzgerald. Wirf keine drohenden Blicke auf dieſen armen Chiffinch. Er iſt zu unglücklich und nicht gefährlich ge⸗ nug, um deinen Zorn zu verdienen! Beklage ihn auch nicht, denn er iſt es nicht werth. Betrachte ihn vielmehr wie irgend ein Möbel, wie eine Null, und beſchäftige Dich weiter nicht mit ihm. Du lächelſt. Du biſt wieder beruhigt— Du wirſt mich nicht verachten! Umarme mich, mein Bruder!«


