Teil eines Werkes 
2Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 2. Th. (1858)
Entstehung
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Zeit, ihn zu tröſten. Ich mußte fort, ich mußte fliehen, ich mußte in die Verbannung eilen. Er iſt nun erwachſen er iſt gut, er iſt ſchön, er iſt erfüllt von Muth und Ehre. Nur, ach, beklaget mich! dient er Jacob von York. Seine Mutter hat, um ihn zu retten, ihn, den Sohn eines Richters Carls II., bewogen, die Religion zu wechſeln und

ihn auf den Pfad des Unglücks gedrängt. Ich werde

ihn aber davon wieder abzulenken wiſſen. Wann werden wir uns aufmachen?«

Die Gemüthsbewegung des alten Verbannten war ſo lebhaft, daß er, als er dieſe letzten Worte geſagt hatte, ſich niederſetzen mußte.

Fitzgerald hatte, während Lord Lisle ſprach, ſeinen Bru⸗ der mehrmals und auf die bedeutſamſte Weiſe angeſehen. Die⸗ ſer Blick, in welchem ſich die unbeugſamſte Entſchloſſenheit ausſprach, war anfangs eine Mahnung und eine Bitte ge⸗ weſen, bald aber ein Befehl, zu handeln und zuzuſtoßen, ge⸗ worden.

Seh es nun aber, daß James an die Piſtolen dachte, welche er in den Taſchen des Lord geſehen, oder ſey es viel⸗ mehr, daß er in dem Augenblick, wo er ſein Probeſtück als Meuchelmörder ablegen ſollte, zögerte kurz, er blieb un⸗ beweglich, gerade als ob er daͤs furchtbare Signal, welches ihm gegeben ward, weder geſehen noch verſtanden hätte.

Fitzgerald's Geſicht umdüſterte ſich, ſeine Stirn runzelte ſich, ſeine Lippen zuckten und ſeine auf James gehefteten Augen

ſprachen einen bittern Vorwurf aus.

Mit krampfhafter Hand faßte er den Griff des an ſeinem Gürtel hängenden Dolches. Es war augenſcheinlich, daß er ſich anſchickte, den argloſen Greis niederzuſtoßen, als er in

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